Militär
Mit Hartmann-Loks on tour: Mit dem 32-Spänner durch Chemnitz.
Museumspädagogik auf dem Bock: Schnupperkurs.
Der Holsten-Sechserzug: Im Zugpferdemuseum zuhause.
Stückguttransport en miniature: Diorama „Spedition“.
 
Rasch wechselnde politische Allianzen und sich gegenüber dem auslaufenden Mittelalter stark verändernde Gesellschafts- und Herrschaftsstrukturen zeitigen auch veränderte Machtdemonstrationen und militärische Strategien. Waren es im 16. Und 17. Jahrhundert noch mehr oder weniger spontan rekrutierte Söldnerheere – allerdings auch schon von beachtlicher Dimension, mit bedeutendem bespanntem Anteil (Geschütze, Munition, Bagage und Troß) so finden wir ab dem 18. Jahrhundert straff geordnete stehende Armeen. Ihnen lag häufig ein logistisch beachtenwertes Mobilitäts-System zu Grunde. Beispiel: Eine Armee von 30.000 Soldaten führte rund 3.000 bis 4.000 bespannte Wagen mit, deren Pferde permanent einsatzbereit, betreut und verpflegt werden mußten. Hinzu kamen die Reitpferde der Kavallerie, der Offiziere und die Zugpferde der Artillerie.
Noch andere Dimensionen begegnen uns in den militärischen Auseinandersetzungen der Neuzeit und den Weltkriegen. So haben z.B. über 8 Millionen Pferde am 2. Weltkrieg teilgenommen – 2,75 Millionen in der deutschen Armee (davon ca. 50.000 bei der Luftwaffe und ca. 4.000 bei der Marine), deren Gesamtmobilität zu über 70 % durch bespannte Truppen erreicht wurde. Damit zählt der 2. Weltkrieg zur zahlenmäßig größten „Pferdeschlacht“ der Menschheitsgeschichte. Bei den diese Tragödie begleitenden Flüchtlingsströmen waren wiederum Hunderttausende von Pferden beteiligt.
Einer der wenigen original erhaltenen Transportwagen ­- der Leichte Heeresfeldwagen 1 – ist Teil unserer Ausstellung.