Brauereien
Mit Hartmann-Loks on tour: Mit dem 32-Spänner durch Chemnitz.
Museumspädagogik auf dem Bock: Schnupperkurs.
Der Holsten-Sechserzug: Im Zugpferdemuseum zuhause.
Stückguttransport en miniature: Diorama „Spedition“.

 

Nun ist es beileibe nicht so, dass der Durst der Berlinerinnen und Berliner ein besonders großer gewesen wäre – das, was die Schultheiss-Brauerei mit ihren Gespannführern und Pferden geleistet hat, war so außergewöhnlich nicht. Eine große Stadt mußte versorgt werden (natürlich nicht nur mit Bier) – und das geschah zu dieser Zeit beinahe ausschließlich mit Pferden. Die „bespannte Logistik“ hatte es allerdings in sich. Ausgedehnte mehrstöckige Stallungen, etliche Schmieden, Speichergebäude für Futtermittel und eigene Krankenstationen gehörten ebenso dazu, wie Sattlereien und Stellmachereien. „Pferdestädte“ in der Stadt. Aber das Pferd war nicht nur Garant für Mobilität – es war auch im Besonderen der Stolz der Brauerei. Die Faßbierfahrer und die Scherbelkutscher (Flaschenbierfahrer) prägten – zusammen mit ihren Kollegen von den Speditionen - das „Straßenleben“ der Großstädte. Sie waren mit ihrem adretten Gespann bei der Auslieferung oder den prunkvoll aufgeschirrten Pferden b ei den diversen Fest-Umzügen die „Könige der Straße“. Im Zugpferdemuseum zeugen die großen Faßbierwagen und die Vierer-, Sechser- und Zehnerzuggeschirre der Holsten-, Schultheiss- und Engelhardt-Brauerei von den Zeiten, als Wotan und Lotte noch aktiv waren.